Gerade im Spiegel gelesen und dachte das muss ich festhalten, passt genial:

Quizfrage wer ist das?

 

Ich bin ein Fürst, das ist mir klar,
warum? das ist mir dunkel.
Sie pflanzten ins gegelte* Haar
mir halt der Krone Funkel.
Nun werd ich wo ich geh und steh,
mit Majestät beladen,
und bin vom Wirbel bis zur Zeh‘
von lauter Gottesgnaden.

Den Tag fang ich mit Gähnen an,
doch schwitz ich im Theater,
drum heißt der treue Unterthan
mich auch den Landesvater.
Die Braven sä’n und schanzen baß,
wir ernten wo sie ackern:
Ein König ist ein teurer Spaß,
den zahlen sich die Wackern.

Sie gönnen mir das warme Nest,
gefügig meinen Winken,
laß ich sie nur bei Lied und Fest
für Recht und Freiheit trinken.
Zum „Denken“ geb ich ihnen Zeit
im Schank bis nachts um zwölfe:
Was tut’s – ein Schaf wird nie gescheit,
das ist der Trost der Wölfe.

*im Original: gesalbte

von Ludwig Pfau (1821-1894)

 

 

Auflösung des Rätsels:

 

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