Ich finde es immer wieder lustig, wenn Leute in gewissen Onlinezeitungen schreiben, dass sie mehr Qualität des Geschriebenen fordern.

Ja, was um Himmelswillen erwartet ihr denn von den Medien?

Sie schreiben gegen ihre Konkurrenz und auch gegen die vielen kostenlosen Angebote an.

Es muss viel Trash dabei sein, sonst werden die Massen nicht befriedet.

Man will sich nicht ständig mit feingeistigem beschäftigen, sondern einfach nur mit Tratsch und Klatsch.
Ist gerade so wie beim alten Kaffeekränzchen „hast Du schon gehört …. blabla“ und da auch Zeitungen verdienen müssen
und sich die „Hardware“ also die reale herkömmliche Zeitung nicht mehr so gut an den Mann/Frau bringen lässt,
muss Online Geld verdient werden, das geschieht leider nur mit Werbung oder getarnter „Gefälligkeiten“.

Ein kleiner Teil der Leute sieht keine Werbung, das liegt an den Werbeblocker oder an einem Internetsecurity wie
z.B.  Kaspersky (die Werbeblocker sind dort aber erst mal standardmäßig ausgeschaltet, (ein Schalk der Böses dabei denkt).

So denke ich, wird unsere Schreibkultur immer flacher und nichtssagender, denn die Unternehmen müssen bedient werden und auch
dort muss immer mehr Obrigkeitshoffierung geleistet werden.
Eigenständig denkende Journalisten tun mir leid, jeden Tag schriftlichen Müll abzusondern, hinter dem man nicht steht.

Alle Interessensgemeinschaften müssen bedient werden, bzw. dürfen nicht brüskiert werden.

Fast so wie bei WikiLeaks, die ja dann bei rauem Wind aus Amerika, nicht mehr von gewissen Unternehmen mit Spendengeldern bedient wurden.

Ja, alles muss politisch korrekt ablaufen, damit sich alle wohlfühlen können. 😉

Es gibt auch Ausnahmen, die Zeit hat einen sehr guten Artikel über das Geschäftsgebaren von Textilunternehmen wie z.B. H&M veröffentlicht,
das mal wieder unsere unmenschliche Gesinnung veranschaulicht und uns zum Nachdenken anregen sollte, nicht 4,95 € für ein lächerliches T-Shirt auszugeben. Dafür herzlichen Dank.
Wer schon mal ein T-Shirt von z.B. Greepeace gekauft hat, spürt sogar den qualitativen Unterschied.

Nachtrag 2014
Der einzige Trost in der Medienwüste sind die Leserkommentare, sie sind der Grund, wieso es sich lohnt Medien-Artikel überhaupt noch anzuklicken, zumindest für mich.
Leider gehen Medien bei brisanten Artikeln schon dazu über, Kommentare gar nicht zuzulassen, aus Angst vor der „Volkes-Wahrheit“.

Manchmal werden Kommentare im Nachhinein gelöscht, und/oder der Kommentarbereich komplett abgeschaltet.
Von der Streichung ganzer Passagen im Kommentartext – weil politisch Unkorrekt -, mal ganz abgesehen!

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