Artikel geschrieben von Maria Lourdes

Mehmet Yavuz Özoguz (* 1959 in Istanbul) ist ein türkischstämmiger Verfahrensingenieur und Autor, der seit Anfang der sechziger Jahre in Deutschland lebt. Yavuz Özoguz ist Vorsitzender der Organisation Islamischer Weg e. V. in Delmenhorst. Zusammen mit seinem Bruder Gürhan Özoguz gründete er die Website Muslim-Markt.

Israel ist der Beweis für den gelebten Antisemitismus des Westens. Ein Artikel vonYavuz Özoguz – muslim-markt

Wer Israel anders behandelt als sämtliche andere Staaten dieser Erde, der ist hauptverantwortlich für den Antisemitismus, der sich immer weiter ausbreitet.

Der Antisemitismus ist gemäß Wikipedia eine mit Nationalismus, Sozialdarwinismus und Rassismus begründete Judenfeindlichkeit, die seit etwa 1800 in Europa auftritt. Zu seinen Voraussetzungen gehöre gemäß Wikipedia der Antijudaismus in der Christentumsgeschichte. Das wird oft vergessen. Zwar versuchen die Propagandisten der westlichen Welt mit allen Mitteln der muslimischen Welt einen Antisemitismus anzudichten, aber der ist geschichtlich nicht zu begründen. Im Laufe der Geschichte haben Juden immer wieder Zuflucht bei Muslimen gefunden, wenn sie in der westlichen Welt verfolgt wurden. Umso dramatischer wirkt es jetzt, wenn Israel im missbrauchten Namen des Judentums an der Spitze der westlichen Welt sich einmalige Sonderrechte in Verbrechen gegen Muslime zubilligt.

Am 5. Mai 2013 gab es einen Bombenangriff der israelischen Luftwaffe gegen Damaskus. Bei der Explosion starben mehrere hundert Menschen. Hunderte von unschuldigen Opfern finden in der westlichen Welt keine Erwähnung! Gemäß Propagandaschreiber der westlichen Welt – insbesondere Deutschland – war es ein Angriff auf eine Kaserne bzw. eine militärische Forschungseinrichtung ohne jegliche Tote, ohne Blut, ohne Leid, ohne Elend. 

Es war – wie immer, wenn es um den Zionismus geht – eine „saubere“ Sache, die von den selbsternannten Menschenrechtsvertretern der westlichen Welt in keinster Weise zu kritisieren ist. Das Argument zum Beschuss des Wohngebietes wird dann auch gleich mitgeliefert, obwohl das offizielle Israel sich selbst gar nicht geäußert hat. Das machen dann schon die freiwilligen Pressesöldner des Zionismus in der westlichen Welt. Angeblich wurden gelagerte Waffen beschossen, die in den Libanon transportiert werden sollten und in die Hände der Hizbollah gefallen wären, was Israel niemals zulassen werde. Während tags zuvor ein angeblicher Konvoi, der sich bereits auf dem Weg befand, beschossen wurde, war dieses Mal ein unbewegliches Lager das Ziel. Es gibt keine Kritik gegen diese kriegerische Handlung Israels aus der westlichen Welt!

Zunächst einmal stellt sich die Frage, nach welchen Maßstäben hier geurteilt wird. Darf ein Staat, wenn er sich nach eigenen Angaben bedroht fühlt, ein anderes Land angreifen, dabei irgendwelche Lager, Produktionsstätten oder Ähnliches bombardieren, dabei den Tod unzähliger Zivilisten in Kauf nehmen und dann als rechtmäßig dastehen? Wenn das so wäre, dann dürfte jeder Verbrecher oder Terrorist mit der gleichen Argumentation irgendwelche Werften in Deutschland bombardieren mit der Begründung, da könnten Teile für die U-Boote gebaut werden, mit denen Israel die halbe Welt bedroht? Wie absurd solch eine Argumentation ist, kann jeder halbwegs vernünftige Mensch sofort erkennen; nicht aber westliche Journalisten oder Politiker. Sie billigen der Staatsterrorismus der Zionisten und merken dabei nicht, wie sie zwei fürchterliche Dinge damit fördern: Antisemitismus und Terrorismus.

Sie fördern den Antisemitismus, denn die Verbrechen des zionistischen Staates sind inzwischen derart eklatant und derart offensichtlich, dass die Mehrheit einer jeden Bevölkerung dieser Welt sie erkennt. Die Tatsache, dass die westlichen Herrscher schweigen, verstärkt das Gefühl, dass Zionisten jedes Verbrechen ungestraft verüben dürfen. Die Differenzierung zwischen Juden und Zionisten ist vom Zionismus selbst und jenen westlichen Politikern und Journalisten abgeschafft worden, so dass der Hass sich dann zwangsläufig gegen Juden richtet.

Der zweite von jenen westlichen Journalisten und Politikern geförderte Aspekt ist der Terrorismus. Wenn Israel jedes Verbrechen gegen jeden Staat und gegen jegliches Recht ungestraft ausüben darf und dabei auch noch von den Politikern der westlichen Welt unterstützt wird, welche moralische Schranke gibt es dann noch, sich an irgendein Recht zu halten? So, oder so ähnlich denken und argumentieren Terroristen, die durch ihren Terror auf das gleiche Niveau sinken, wie terroristische Zionisten. Die westliche Welt hat keinerlei moralische Werte, die den Terrorismus aufhalten könnte. Vielmehr ist sie der Hauptförderer des Terrorismus, auch durch bewusste provokative symbolische Handlungen, wie die Aufrechterhaltung von Terrorgefängnissen (z.B. Guantanamo).

Von jenem sich immer weiter ausbreitenden Terror gekoppelt an immer mehr Kriege und immer mehr Kriegsopfer profitieren weder die Bürger in der Westlichen Welt (gestern hat Deutschland wieder einen Soldaten verloren), noch die Muslime noch irgendeine andere Bevölkerung dieser Erde – nicht einmal Juden in Israel. Von diesem Terror profitieren allein die Kapitalisten, die Imperialisten, die Besatzer, Hegemonialtyrannen und Gewaltherrscher dieser Welt. Von diesen Verbrechen profitieren Herrenmenschen, die zur Aufrechterhaltung ihres ungestörten Herrenmenschendasseins Terror brauchen! Und die westliche Welt – das sei noch einmal erwähnt – hat keine moralischen Werte mehr, um diesen Terror aufzuhalten.

Es ist einzig und allein die Befreiungstheologie des Islam, die Islamische Revolution, die sich gegen diesen Terror wehrt, der auch im missbrauchten Namen des Islam erfolgt. Es ist die Befreiungstheologie des Islam, die der Terrorspirale ein Ende setzt. Anhänger des reinen und fehlerfreien Propheten und dessen reiner Familie antworten auf Terror nicht mit Terror sondern mit Wahrheit! Das genau unterscheidet die wahren Muslime von jenen Verbrechern, die im missbrauchten Namen des Islam unter Führung eines westlichen Führungsoffiziers jene Verbrechen ausüben, die immer dann auftreten, wenn die Gewaltherrscher der westlichen Welt sie benötigen.

Jene Verbrechen der Zionisten in den letzten Tagen sind auch ein klarer Beweis dafür, dass die neuste Front der westlichen Welt in Syrien am zusammenbrechen ist. Erstmalig sind die Söldner westlicher Gnaden auf Gegner gestoßen, die sie nicht einfach ausradieren konnten, wie so oft zuvor. Erstmalig sind die Söldner der Westlichen Welt an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gestoßen und haben hohe Verluste hinnehmen müssen. Jene Verluste haben sie zunehmend demoralisiert und sie befanden sich in einer ausweglosen Lage. Viele Söldner sind geflohen. Den verbliebenen Terrorsöldnern hat Israel mit jenem Luftschlag neuen Mut einhauchen wollen. So sehr das Verbrechen als grausam einzustufen ist, so sehr diese Verbrechen eines Tages die Verbrecher und ihre Unterstützer in der westlichen Welt ins Verderben (im Diesseits oder Jenseits) führen wird, so sehr steckt in dem Verbrechen eine riesige Chance für manche Muslime, von ihrem Irrweg Abstand zu nehmen!

Anfangs schien die westliche Taktik erfolgreich zu sein, Muslime zu spalten, um sie gegeneinander aufzuhetzen und – wie so oft – lachende Dritte zu sein. Ja, viele Sunniten hatten in Syrien das Gefühl, als wenn dort Sunniten von Schiiten unterdrückt worden wären und sich jetzt wehren würden. Alle Hinweise darauf, dass die von der westlichen Welt eingeschleusten Terroristen keine Sunniten sind, sondern Verbrecher, haben nur wenig Wirkung gezeigt. Selbst die Hinweise darauf, dass die Christen in Syrien auf der Seite des Staates stehen und von den Mörderbanden massakriert werden, haben weder die Bürger der westlichen Welt beeindruckt noch viele Sunniten, die mit Scheuklappen auf den angeblichen Konflikt Sunniten gegen Schiiten geblickt haben. Selbst viele sunnitische Anhänger der Islamischen Revolution und der Islamischen Republik Iran haben Imam Chamene’i den Rücken gekehrt und behauptet, dass er dieses Mal falsch liegen würde. Aber es ist immer wieder die göttliche Fügung, die JEDEM Menschen die Chance gibt, sich zu läutern und die Wahrheit zu erkennen.

In Syrien gibt es eine Front. Auf der einen Seite jener Front stehen die USA, Saudi-Arabien, Qatar, unterstützend die gesamte Westliche Welt und jetzt auch mit aktiven Kriegshandlungen Israel! Sind das wirklich jene Verbündeten, mit denen ein wahrer gläubiger Sunnit sich gegen die Befreiungstheologie der Islamischen Revolution und dessen Oberhaupt Imam Chamene’i stellen will? Ja, es gehört zu der Verfahrensweise Allahs, der jedem gottesehrfürchtigen Menschen, sei er Sunnit oder Schiit, sei er Christ oder Muslim, die Chance gibt, sich zu läutern und von seinem falschen Weg Abstand zu nehmen. Niemand soll eines Tages sagen dürfen, er habe es nicht gewusst.

Die Sachlage ist jetzt klar, die Fronten sind klar, die daraus folgenden Schlussfolgerungen auch.

Die Blüten der Entschleierung treten manchmal ganz brutal in Form von mörderischen Bomben auf. Aber auch sie können helfen, die Wahrheit zu erkennen. Wir leben in einer Zeit der zunehmenden Chancen für Erkenntnis. In einer Woche beginnen die drei Heiligen Monate des Islam, die im Monat Ramadan ihren Höhepunkt finden. Auch das sind Zeichen für Verständige.

Bliebe abschließend noch die Frage, was zu tun ist für jene, die verstehen: Eines ist klar: Terror ist ein Verbrechen und es gibt keine Rechtfertigung dafür. Staatsterrorismus ist das größte Verbrechen unserer Zeit. Wer dem begegnen will, muss die Quelle jener Verbrechen boykottieren, mit seinem Herzen, seinen Worten und seinen erlaubten Taten. Zu den erlaubten Taten gehört der Boykott aller zionistischer Waren und aller Symbole des Kapitalismus. Wenn nur jeder dritte Muslim von heute auf morgen aufhören würde, Coca-Cola zu trinken, würde sich jener Konzern für einen palästinensischen Staat einsetzen.

Der Kapitalismus und deren unmenschlichen Vertreter fürchten keine Waffen, sind sie doch selbst die Produzenten und Profiteure aller Waffenverkäufe! Sie fürchten den Verlust von Kapital. Aufrichtige Menschen müssen lernen, sich selbst zu erziehen, um durch ein bewusstes Leben und bewusstes Einkaufsverhalten, dem räuberischen Kapitalismus die Stirn zu bieten. Der Zusammenbruch des westlichen Finanzsystems wäre nicht das Ende der Bürger, sondern das Ende des Kapitalismus. Deswegen werden in der Krise die Bürger geschröpft, um die Kapitalisten zu stützen! Aber jedem Bürger der westlichen Welt würde es besser gehen, wenn sein Staat nicht die meisten Ausgaben an Zinsen zahlen müsste.

Das Zinssystem ist der geheime und versteckte Kern des Kapitalismus, weshalb darüber auch nie gesprochen wird!

Die Zinsen verteufelnde Befreiungstheologie der Islamischen Republik Iran ist die größte Gefahr für den Kapitalismus seit dem zweiten Weltkrieg. Deshalb werden sämtliche Söldner des Kapitalismus mobilisiert, um die Islamische Republik Iran zu vernichten und alle Anhängerschaft im Ausland im Keim zu ersticken. Der Krieg in Syrien ist nur ein Vorgeschmack auf das, wozu die seelenlosen Verbrecher der Anbetung des Goldenen Kalbes in allen Zeiten der Menschheitsgeschichte fähig waren und sind. Doch die Menschlichkeit in den Herzen aller friedliebenden Menschen kann bei der Rückbesinnung auf unseren wahren gemeinsamen Ursprung die Verbrechen von skrupellosen Verbrechern überwinden, im Kleinen wie im Großen. Und dafür können wir sowohl mit unserem bescheideneren Konsumverhalten beitragen, als auch mit unserer offen gelebten Ablehnung von Kriegstreibern, seien es Zionisten oder Bundestagsabgeordnete.

Die Differenzierung von Judentum und Zionismus gehört auch zur Wahrheit, eine Wahrheit, die von den Zionisten selbst und der Westlichen Welt aus verständlichen Gründen bekämpft wird. Ein friedliebender Mensch wird den Antisemitismus verachten, und deshalb ist er Antizionist!

Linkverweise und Literatur:

US-Vizepräsident bestätigt: Zionisten und Juden sind nicht das Gleiche! „Ich bin ein Zionist, man muss kein Jude sein, um Zionist zu sein.“ Es gehört zu den größten Propagandalügen der Zionisten, dass sie behaupten, dass Juden und Zionisten das Gleiche seien. Aber jetzt widerspricht ihnen der US-Vizepräsident. hier weiter

Das elfte Gebot: Israel darf alles – Evelyn Hecht-Galinski – Berechtigte Kritik an dieser Politik Israels ist auch im deutschen Sprachraum oft noch ein Tabuthema, das immer häufiger als antisemitisch diffamiert wird. hier weiter

Bin ich ein Antisemit? Bergman Hans – Ich halte jüdische Siedler, die sich in der West Bank das Land der Palästinenser widerrechtlich aneignen (und alle, die sie dabei unterstützen), für diebisches Gesindel. Reicht eine solche Aussage heute schon, um jemanden als antisemitisch einstufen zu dürfen? Kann man einen Menschen als Antisemiten bezeichnen, wenn er in einem Forum sich vehement gegen die Jahrzehntelange Expansionspolitik Israels ausspricht? hier weiter

Antisemitisch: Antisemitismus-Keule Shulamit Aloni
Shulamit Aloni, frühere israelische Ministerin für Erziehungsfragen, Knesset-Abgeordnete und Chefin der Meretz-Partei, wird von Amy Goodman, einer jüdisch-US-amerikanischen Journalistin, interviewt. Aloni erklärt den “Antisemtismus”- bzw. “Holocaust”-Trick, den Israelis, Juden und Philosemiten anwenden, um jene anzuprangern, die Israel und die Politik Israels kritisieren, zum Beispiel im Vorgehen gegen die Palästinenser.

Dieses Video ist passend zu dem Thema

KenFM zeigt: “Wir weigern uns Feinde zu sein” & Gespräch mit den Autoren

 

Ein wunderbarer Kommentar  von Bombrom zu dem o.g Artikel (M. Lourdes) den ich unterschreiben kann (den ich mir erlaubt habe abzukupfern 🙂 )

Das Problem, dass wir hier vor uns haben ist von allgemeiner Art, denn Angst zu haben, Böses zu planen oder auszuführen ist immer eine Frage des Gottglaubens.

Der Mensch ist ein sehr hilfloses Geschöpf, ein Sandkörnchen im physischen, wie im psychischen Universum von Möglichkeiten. Außerdem ist der Mensch mit sich selbst nicht identisch, denn Bewusstsein ist immer ein Von-Außen-Beobachten. D.h. das Bewusstsein ist wie von der Welt im Allgemeinen, als auch vom Menschen selbst durch einen Abgrund des Nichts für immer getrennt. Der Mensch kann sich so annehmen oder nicht, er kann sich wie aus der Vergangenheit herleiten, als auch in die Zukunft erfinden (das ist eben seine menschliche Freiheit), trotzdem wird er mit sich selbst nie identisch werden.

Dieses Abgetrennt-Sein, die existenzielle Unendlichkeit und die Kontingenz (die Nichtnotwendigkeit) des menschlichen Daseins erzeugen die Grundangst, die das ganze menschliche Dasein durchdringt. Diese Angst – und nur die – bringt das Böse in die Welt.
Ein so mancher meint, das Böse wäre notwendig und die Kehrseite des Guten. Den muss man Fragen: ein Kind zu quälen, zu töten und auszuweiden – ist dies nötig zum Guten? Nein, natürlich nicht. Der, der solches ausführt ist selbst voller Angst in seiner verbrecherischen Verkrampfung, nur merkt er es nicht. Es merken auch die Anderen nicht, die ihn verurteilen und zum Tier mit menschlichem Antlitz erklären.

Man müsste die Bibel schon richtig verstehen. Das Paradies, das darin beschrieben ist, ist nicht die Vergangenheit, nicht die Zukunft. Das Paradies ist im Menschen selbst. Die Abwesenheit von Angst ist das Paradies.

Die existenzielle menschliche Angst kann nur der Gottglaube besiegen. Nur wenn der Mensch seine Ängste und Hoffnungen im Absoluten, in der Person Gottes verankert und nicht auf andere Menschen, auf die Eltern, auf den Partner, auf den Staat oder die Weltgemeinschaft usw. projiziert, die im Übrigen niemals den Menschen so wie er ist werden aufnehmen und seine innersten Hoffnungen erfüllen können, verliert der Mensch die Angst und kann zur wahren menschlichen Reife, zum Guten aufbrechen. Denn die existenzielle Angst sitzt zu tief und ist so gesehen eigentlich ein Teil des Menschen selbst, kann also deswegen von anderen Menschen oder von der Umgebung nicht beruhigt werden. Solcherlei versuche würden den Anderen (z.B. den Partner) oder die Anderen (die Gemeinschaft) nur überfordern.

Adam und Eva in einem ist der, der an Gott glaubt. Er ist im Paradiese bereits jetzt. Dann aber passiert ihm/ihr die erste Angstbewegung, es kommen die Zweifel an Gott und der anschließende Unglauben. Alles, was danach kommt ist nur noch die Angst, der Mord- und Todschlag (Kain, Abel), die Quälerei („im Schweiße deines Angesichtes sollst du…“ ), der Größenwahn (die „Engelehe“), das vergebliche Abmühen (der Turmbau zu Babel). Weiter der Bibel nach werden diese Tendenzen nur noch verschlimmert: der Größenwahn wird zum Größenwahn eines ganzen Volkes, der Mord- und Todschlag zum Genozid an fremden Völkern, die Versklavung, die Unterjochung (z.B. mittels des Zinses) usw. usf. bis zum neuen Testament und Jesus Verkündigung, die aufwachen lässt: Das Reich Gottes ist nahe, es ist bereits da, in euren Herzen…

Die Sünde ist danach nichts anderes, als ohne Gott zu sein. Wer Böses tut, glaubt also nicht an Gott oder täuscht seinen Glauben nur vor, um dieses zu instrumentalisieren. Er ist ein Getriebener, er ist selbst Angst. Er akzeptiert sich selbst nicht so wie er ist, er akzeptiert die anderen in ihrem Anderssein nicht. Er bedarf des übersteigerten Selbstbewusstseins, er muss die anderen beherrschen, um damit seine eigene verinnerlichte Nichtigkeit zu verbergen (psychoanalytisch Kompensation).

Zu diesem Thema gibt es nichts besseres, als die Arbeiten von Eugen Drewermann (den genialsten Menschen unserer Zeit, bei dem man stolz ist, sein Zeitgenosse zu sein) angefangen mit „Strukturen des Bösen“ und all seine späteren Werke.

„Die Sonne des Tages durch den Nachthimmel rennt,
Es gibt keine Atheisten im Schützengraben, wenn die Erde brennt“
(aus einem russischen Lied)

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