Klasse Artikel, der mir in großen Teilen zusagt, geschrieben von Steven Black.

Über die Beziehungsfähigkeit des Menschen ..

Kinder wachsen auf und wenn sie Glück haben, dann erleben sie eine mehr oder weniger erfreuliche Kindheit. Bekommen wenig oder mehr Liebe, je nachdem, wie tief sie in den Herzen ihrer Eltern verankert sind. Aber eine große Mehrheit auf dem Planeten erlebt eher unschöne Dinge, einige körperlichen, oder psychisch – seelischen Missbrauch und erfahren einen eklatanten Mangel an Liebe. Und ob nun erfreuliche, oder nicht erfreuliche Kindheit, Kinder sind emphatisch und übernehmen unbewusst und in völliger Unschuld, von Eltern oder anderen Autoritätspersonen Glaubensüberzeugungen, destruktive Emotionen, Gedankenformen und tragen dazu noch die Dynamiken ihrer Familienherkunft in sich.

Dann kommt die Zeit der Schulen, man wird mit unglaublichem Blödsinn gefüttert und Weltbilderkonstrukten vollgelabert, mit mental hochgestochenen Theorien, ohne viel Sinn und noch weniger Verstand. Dann kommt’s noch lustiger – die Pubertät ereilt sie, und damit eine hormonelle Verschränkung, die alte Programme und einen Zyklus voller Wiederholungen aufrecht erhalten. Sodann beginnt die Zeit, sich fürs jeweilige andere Geschlecht zu interessieren. Körperlichkeit zieht ins Bewusstsein ein, man “verliebt” sich und beginnt die ersten sexuellen Erfahrungen zu machen.

Man spricht nicht umsonst vom “verlieren der Unschuld”, und obwohl allgemein die Aufmerksamkeit auf den Verlust des weiblichen Hymen gelenkt wird, würde ich den Verlust beider Geschlechter, nämlich die Unschuld des Herzens dabei bevorzugen. Es kollidiert mit diversen Vorstellungen, wie es zu sein hat, mit Enttäuschung, wegen Nichterwiderung von Gefühlen und Nichterfüllung innerem Sehnens.

Man erlebt ein emotionales und hormonell verursachtes High. Allgemein auch als “rosarote Brille” bekannt ..

Nichtsdestotrotz wird daran geglaubt, man würde den anderen wirklich lieben, aber man ist den körperlichen Programmen ausgeliefert gewesen. Wie sollte in dieser Lebensphase jemand LIEBE von anderen erfahren? Beide Geschlechter haben keinerlei Bewusstsein darüber, keine Erinnerung an die Äonenalten Programmierungen, ihres Geistes, ihrer Gefühle und ihres Körpers.

Diverse Experimentierphasen und Partner später, wurden bereits einige “Verletzlichkeiten” und ein Potpourri an “emotionalen Räuschen” von Eifersucht, Konkurrenzneid, Glück und Unglück, sowie Verlust von Partnern und Trauerphasen angesammelt. Es passiert Männern und Frauen gleichermaßen und wird den altbekannten “Stahltresor” aktivieren, worin sie ihr Herz verbergen.

Dies sind natürlich grobe Verallgemeinerungen, keine Frage, dennoch geschieht es Tagtäglich. Aber ich kenne auch Menschen, die seit ihrem 15 Lebensjahr zusammen sind. Ausnahmen gibts immer ..

Eine Mehrheit findet früher oder später einen Partner, heiraten, weil es halt alle anderen auch tun, Leben sich mit der Zeit auseinander und mehr schlecht als Recht nebeneinander her. Bekommen Kinder, bauen Häuser, kaufen Autos und lenken sich mit diversen emotionalen Surrogaten ab, die uns von der Werbung als “Must Have” präsentiert werden. Springen vielleicht in “fremden Betten” herum, lassen sich scheiden, etc. Ihre Erfahrungen geben sie wieder an ihre Kinder weiter ..

Gottseidank beginnt die Schwungkraft dieses Jahrtausende alten Wiederholungskarussells nun langsam abzunehmen.  Das Bewusstsein für diese ganzen Zusammenhänge verbreitet sich und wird sich weiter etablieren ..

Der große Mangel an Liebe in der Welt, den gibt’s eigentlich gar nicht. Denn diese Liebe existiert und lebt in unseren Herzen, aber wir haben es verschlossen. Der Mangel ist aufgrund des Unvermögens da, die Herzen wieder zu öffnen. Und wir reden hier nicht Mal von Traumata, diese Herzensverletzungen sind viel subtiler ..

Man kann es seelische Kontraktionen nennen, welche durch Ablehnungen von außen, Verlassen werden, Lieblosigkeitserfahrungen diverser Ausprägung und allgemein durch Schmerzerfahrungen auftreten. Man wird traurig, weil das innerste Wesen nicht gesehen wird. Ist eine Erfahrung zu schmerzlich erfahren worden, um damit umgehen, sie zu verarbeiten und im Grunde VERDAUEN zu können, bilden sich Schutzschichten. Körperliche Panzerungen (like W. Reich), energetische Blockaden und Stauungen im Energiefeld. Diese Schutzschichten lassen uns weitere Verletzungen weniger spüren, aber blockieren den Lebens – und Energiefluß. Es dämpft die Empfindsamkeit und Wahrnehmungsfähigkeit von Gefühlen und Emotionen, man wird “kälter” ..  und es erzeugt Widerstand gegen das Leben an sich.

Wenn ein Mann und eine Frau eine Beziehung miteinander eingehen wollen, sind ja nicht nur diese beiden Individuen beteiligt. Im Grunde müssen ALLE ihre Anteile und verschiedene Aspekte, mit den Anteilen und Aspekten des Partners eine Beziehung eingehen. Einige davon mag Mann/Frau am Partner, andere aber nicht. Um zu verdeutlichen, wie schwierig die ganze Kiste ist, muss man sich vor Augen halten, daß auch manche von den EIGENEN Anteilen sich NICHT mögen, im Clinch und Kampf miteinander liegen, andere jedoch, die mögen einander schon.

Im Grunde kommen zwei große Familienverbände zusammen! Man kann sich an “einer Hand” ausrechnen, welche Komplexität daran gebunden ist und welches Konfliktpotential man damit eingeht.

Es gibt eine lange schon andauernde Kontroverse, innerhalb des psychologischen Zusammenhangs mit den inneren Anteilen. Die einen sprechen nur von dem einen “inneren Kind”, andere wiederum, die reden von mehreren “inneren Kindern”. So, und wer hat da nun RECHT?

Meinem persönlichen Erleben nach, gibts eindeutig mehrere Versionen davon, welche diverse Zeitabschnitte repräsentieren. Die sehen dann auch so aus, wie zur jeweiligen Zeit einer Entwicklung.

ABER – vielleicht liegen ja beide Fraktionen durchaus richtig?

Denn einige dieser “inneren Kinder” Morphen manchmal regelrecht hin und her und sind schwer zu erfassen. Was, wenn es ´nur dieses eine “innere Kind” ist, was aber in jeweils verschiedenen, erlebten Zuständen hin und her morpht? Möglicherweise sind die Erfahrungen des EINEN “inneren Kindes”, wie Perlen an einer Schnur aufgereiht? Für die innere Arbeit dürfte es jedoch gleich-gültig sein, Hauptsache, man bearbeitet jeden Aspekt der sich zeigen mag. Und es arbeitet sowieso jeder, wie es für die jeweilige Person funktioniert – so what?

Wir sind tatsächlich Multidimensionale Wesen, nicht nur auf die “höheren Dimensionen” bezogen, sondern auch Just NOW, right here.

Bei den meisten Menschen streben diese verschiedenen Identitätsanteile einfach nur nach Beachtung und/oder Dominanz, beeinflussen das persönliche Verhalten und bilden daher eine Art unbewusste Gesellschaft des Jetzt Selbst, die zumindest teilweise als verschiedene, innerlich hörbare Stimmen, im eigenen inneren Dialog erfahren werden. Was wir einfach als unser “Ich” bezeichnen ist also viel mehr, als man allgemein zu denken wagt.

By the Way – um die Komplexität des Ganzen zu erweitern, so bieten vielfältig erlebte Verletzungen Angriffsflächen, Risse und Tore im Energiefeld, welche zu Besetzungen fremder Wesenheiten führen KÖNNEN. Es gibt solche Besetzungen durch Wesenheiten, aber sie werden oft auch nur vermutet, wo es gar keine gibt. Der “innere Dämon” ist oftmals nur eine unverstandene “innere Person”, die im Unterbewusstsein unseres komplexen SELBST rumspukt.

Klar, es gibt vielfältige Formen von Fremdbesetzungen und Belästigungen – verwirrte und verirrte Seelen, die auf der Suche nach einem Körper sind, andere astrale Wesenheiten, die sich aus den diversesten Gründen bei jemanden niederlassen, aber nicht immer grundsätzlich “böser Natur” sind. Drogen- und Alkoholkonsum begünstigen natürlich auch dämonische Wesenheiten. Ebenso, wie mit Praktiken herumzuspielen, wie etwa Astralreisen, ohne sich über deren Gefahrenpotential im klaren zu sein und ohne Werkzeuge, um solches zu Handhaben.

Wie können solche Fremdbesetzungen bemerkt und identifiziert werden?

Schwierig, einfach ist es sicher nicht, für jedes genannte Symptom kann’s unterschiedliche Gründe geben. Aber wer solch einen Verdacht hegt, kann sich an einen medial fähigen Menschen, seiner persönlichen Wahl wenden.

Sich ständig müde zu fühlen, schwach und ausgelaugt, wenig Antrieb zu besitzen KANN darauf hinweisen. Plötzliche Charakterveränderungen und Wesensfremde Züge, welche auf Freunde und Familie “komisch” wirken, KÖNNTEN ebenfalls damit im Zusammenhang stehen.

Anyway, ich will das nicht weiter vertiefen, weil ich sicherlich auch kein Fachmann dafür bin. Es gibt inzwischen genügend fähige Menschen dafür – und wer sucht, der findet auch. Wer mit Personen solchen oder ähnlichen Verhaltens konfrontiert ist und sogar den Weitblick besitzt, jenes zu vermuten, ist grundsätzlich gut beraten, diesen Leuten aus dem Weg zu gehen und die Kommunikation mit ihnen, auf die Uhrzeit und das aktuelle Datum zu begrenzen. Man braucht die Person nicht zu verurteilen, die weiß meist selbst nicht was los ist – aber WIR tragen eine Verantwortung für die Dinge, welche uns einfach NICHT GUT tun! Ganz einfache Rechnung ..

Okay, back to the Roots of the Human Structure:

In der konstruktiven Ausformung, sind unsere diversen Identitätsanteile meist nur Repräsentanten und Funktionsanteile der SELBST Steuerung, um auf verschiedene Erfordernisse von Psycho-sozialer Kommunikation angemessene Reaktionen einzugehen.

Die Problematik beginnt, wenn aufgrund von Fehlentwicklungen, dauerndem Stress und/oder selektiver Unaufmerksamkeit, eine dieser funktionalen Anteile Dissoziation erfahren, also verletzt sind und dadurch vom Zugang durch das bewusste JETZT Selbst abgespalten wurden. Diese dann untergetauchten Anteile – mit ihrem, in jenem Moment fest definiertem Bestandsumfang an Bedürfnissen, Weltansichten, Gefühlen, Talenten, usw; – lassen sich im Keller unseres Unterbewusstsein nieder, wo sie weiteres Wachstum und weitere Entwicklung sabotieren. Denn sie bleiben regelrecht in der erlebten Vergangenheit stecken.  Und wer Herman Hesse seinen “Steppenwolf” jemals gelesen hat, der hat damals schon die Idee von mehreren Selbsten vernommen.

„Harry besteht nicht aus zwei Wesen, sondern aus hundert, aus tausenden. Sein Leben schwingt (wie jedes Menschen Leben) nicht bloß zwischen zwei Polen, etwa dem Trieb und dem Geist, oder dem Heiligen und dem Wüstling, sondern es schwingt zwischen tausenden, zwischen unzählbaren Polpaaren. (…) In Wirklichkeit ist aber kein Ich eine Einheit, sondern eine höchst vielfältige Welt, ein kleiner Sternenhimmel, ein Chaos von Formen, von Stufen und Zuständen, von Erbschaften und Möglichkeiten. Als Körper ist jeder Mensch eins, als Seele nie.“

Aus: Der Steppenwolf von Hermann Hesse/PDF DOWNLOAD hier

WENN wir funktionierende, wirkliche tiefe Beziehungen wollen, dann kommen wir nicht umhin diese Anteile zu integrieren, sozusagen einen Chor der Harmonie, mit unseren inneren Stimmen (Anteilen) zu bewerkstelligen.

Haben wir nämlich keine Harmonie IN UNS selbst, wie will Harmonie mit anderen funktionieren?  Hier ist das gegenwärtig erfahrbare ICH gefordert, sich auf die Suche nach seinen verdrängten und verletzten Inhalten zu machen. Und durch diverse Möglichkeiten von innerer oder ausgesprochener Kommunikation und/oder energetischer Beihilfe, jenen Anteilen Heilung zu bieten und sie wieder zu sich heranzuholen. Sie aus dem Unterbewusstsein wieder ins Bewusstsein und der persönlichen Aufmerksamkeit zu rufen.

Wir werden nicht wirklich gedacht, außer wir belassen unsere verdrängten Inhalte im Unterbewusstsein und lassen alles schleifen, wie lange so gehandhabt. Es obliegt nur unserer Verantwortung, uns ganz alleine, wie wir sein wollen und sind. Es wird wirklich Zeit, daß die Menschheit endlich aus ihrer Lethargie aufwacht und etwas für SICH SELBST tut. Jeder, ganz persönlich ..

Natürlich gibts die verschiedensten Beziehungen, die zumindest teilweise “funktionieren”. Aber wer die Sehnsucht nach einer elementaren Verbindung in sich spürt, und nicht den Mut besitzt, das Herz des Kindes tief IN SICH herauszureichen und damit seine Verletzlichkeit zu offenbaren, wird eine solche Verbindung niemals erreichen. DAS ist die Crux an der Geschichte, denn wir wollen ja nicht verletzt werden und springen schon bei der bloßen Möglichkeit in unsere Schutzräume und fahren Verteidigungsmechanismen auf. Herrje, nur ja nichts intensives …

Nein, Verletzlichkeit steht wahrlich nicht hoch im Kurs. Aber der Punkt ist, Verletzlichkeit scheint die QUELLE innerer Verbundenheit zu sein!

Die Menschheit betäubt ihre Verletzlichkeit mit allerlei Drogen, entweder harten, weichen, synthetischen, computerisierten, medialen, kulinarischen, emotionalen und mentalen Drogen. Grundsätzlich KANN ALLES als Droge herhalten, wenn es nur die Seele anständig betäubt und ablenkt.

Aber sich Verbunden zu fühlen sind der Zweck und Sinn des DaSeins, es generiert Bedeutung und dies impliziert eine Frage, die man sich stellen sollte:

Wie erfüllend soll mein Leben sein? Beruf und diverse Tätigkeiten sind nur einige, zwar durchaus wichtige Aspekte davon -aber ohne Verbindungen mit Menschen werden sie zum Selbstzweck. Innige Verbindungen zwischen zwei Menschen, sind eigentlich die Verbindungen zweier Kinder, rein und in Unschuld- alles andere sind nur Rollen. Natürlich sollte das Zeigen der eigenen Verletzlichkeit umsichtig und mit Abwägung erfolgen, aber Sicherheit wird man darüber nie bekommen. Wie sagt man? NO RISK, NO FUN ..

Die Courage zur Verletzlichkeit wächst proportional mit der Heilung innerer Anteile und erzeugt damit eine ansteigende Entwicklung des Jetzt Selbst. Und sowas passiert sicher nicht von heute auf Morgen, aber hat wer wirklich was besseres zu tun?

Wie schreiben jetzt bald das Jahr 2014, das Wissen um diese Zusammenhänge existiert, es gibt Verfahren und Möglichkeiten um es zu TUN. Jetzt braucht es Menschen, die diese Schneise in jenes unbekanntes Land zu schlagen bereit sind. Es wäre schön, würden viele zu diesem Abenteuertrip aufbrechen.

Der Mut sich unvollkommen zu zeigen, aber dennoch sich selbst anzunehmen mit allem Gepäck und erlebtem  –  That’s the Way at Home ..

Eine Wegweisende Rede, wenn ich jemals eine hörte!! –> Unbedingt anschauen, es lohnt sich!

Quellennachweise:

http://de.wiktionary.org/wiki/Kontraktion

http://vk.com/doc191299207_163250214?hash=1f7c7edf7283d9e658&dl=b7fe838e941b0fcc2f

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© Steven Black

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