Ganz starker Artikel im Original „Du wirst gebraucht“  geschrieben von Steven Black,
wobei ich anmerken muss, Steven schreibt am Ende [Transformation und Entwicklung kommt nicht durch die Sonne, Engeln oder Gott, sondern durch persönliche Handlungen] dem muss ich widersprechen, denn ich glaube schon, dass unsere Handlungen vom Glauben/GOTT oder eben nicht, hergeleitet wird. Das schmälert aber nicht die Wichtigkeit des Themas, um Angst und der allgemeine Mangel an Liebe als Triebfeder des strategischen Selbst:

 

Bild:Pixabay

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Wir sind ursprünglich zuerst emotionale Wesen, weil der Emotionalkörper dem Mentalkörper vorgelagert ist. Und die stärkste bekannte Emotion ist die Angst, mit all ihren verschiedenen Gesichtern.

Angst ist das Schmiermittel schlechthin, welches unsere ganze Gesellschaft antreibt und nach und nach, immer mehr, dem Abgrund näher bringt. Nicht, wie allgemein angenommen, sind Rationalität, Forschungsdrang oder Liebe die bestimmenden Faktoren der menschlichen Gemeinschaft, sondern die Angst, sie ist der alles beherrschende Faktor. Angst ist das Schlüsselelement und Werkzeug zur Kontrolle der falschen Matrix.

Das konditionierte strategische Selbst, formt seine Identität zuerst einmal grundsätzlich danach aus, was man ihm beibringt und betrachtet sich als Sohn/Tochter von “Herrn und Frau Xyz”, geboren in sowieso, Beruf irgendwas, ledig/ verheiratet/geschieden. Es lebt eine Scheinidentität, die ihm das System aufs Auge drückt. Aber das ist okay, immerhin ermöglicht uns dies, in unserer Inkarnation auf dem Planeten Erde als “Einheimische” durchzugehen. Angepasst und an Schnüren aufgehängt, welche die “Weisheit des Systems” für angebracht hält und uns mit diversen unschönen Verstrickungen “beschenkt”.

Angst und der allgemeine Mangel an Liebe ist die Triebfeder des strategischen Selbst. Und es ist eher darauf ausgerichtet dem System zu “dienen” als authentisch zu sein, um alle möglichen Befriedigungen und Belohnungen einzuheimsen. Durch die frühkindliche Separierung vom Emotionalkörper lebt das strategische Selbst mehr im Kopf als sonst wo und ist ziemlich mental orientiert. Es macht sich ständig wegen irgendwas Sorgen und möchte doch so sehr geliebt werden. Durch seine große Bedürftigkeit anderen zu gefallen, passt es sich lieber an als anzuecken.

Es kennt keine Sicherheit durch sich selbst und bastelt daher ständig an Strategien, wie es in dieser Gesellschaft “überleben” kann. Eine wirkliche Identität kennt es nicht, daher ist eine seiner größten Ängste, die Angst vor Nicht-Existenz. Und um das zu kaschieren bietet es eine ganze Palette von Schauspieler Tricks, aber auch Verhaltensmuster auf, um diese Form von Kompensation vor sich selbst zu rechtfertigen.

Sein Fokus ist: “Wie kann ich mich emotional möglichst von allem distanzieren, aber trotzdem alles haben?”

Es hat erfolgreiche Abwehrstrategien erarbeitet, um anderen Menschen den Blick auf sich selbst zu verwehren, täuscht Stärke vor und Selbstbewusstsein, blockiert wirkliche Intimität aus Angst vor Verletzungen, hat eine Ellenlange Liste im Kopf, was man alles nicht machen darf, was falsch und richtig ist und die meisten seiner Motive beruhen eigentlich nur auf der Grundlage existierender Wunden.
Ein solches Wesen ist derart leicht zu manipulieren und es ist ein leichtes es in ein Hamsterrad von vorgekauten Regeln und Meinungen einzusperren, welche von irgendwelchen Obrigkeiten als positiv oder nützlich verkauft werden, auch wenn sie noch so absurd sind.

Zahnrad

©oliale72 istockphoto.com

 

Das strategische Selbst befindet sich heutzutage derartig weit weg von unserem wahren Selbst, hat sich so sehr verdreht und angepasst, dass es gar keine anderen Perspektiven mehr sieht.

Der Verstand kann keine Emotionen verdauen, nur interpretieren und daher verdrängt,
spaltet und selektiert das strategische Selbst schmerzhafte emotionale Erfahrungen und
schiebt sie in “das Unterbewusstsein”.
Wir sind zwar nicht nur das strategische Selbst
und seine strategischen Verhaltensmuster,
denn jeder Mensch hat Momente und Augenblicke,
wo er authentischer, mutiger, ehrlicher und offener sein kann,
wo er sich in seinem Sein halbwegs sicher fühlt.

Aber sobald eine winzige Bedrohung auftaucht, übernimmt das strategische Selbst wieder
die Führung – denn dafür ist es gemacht worden.

Als Überlebensressource, in einer gefährlichen Welt.

 

Und das Resultat davon, bezogen auf unseren Planeten?

Sterbende Wälder, verseuchte Flüsse und Meere, steigende Luftverschmutzung und Chemtrails, ausgelaugte Erdböden, immer schlechter werdendes Trinkwasser, Tierschlachthäuser mit Methoden, wo einem nur mehr schlecht werden kann, Armut, Überbevölkerung, Kriege – und all die anderen grauslichen Probleme, im Zusammenhang ausgeuferter Negativität.

Die Mehrheit der Menschen sind nicht wirklich in Beziehung mit der Erde,
sind nicht wirklich in Beziehung mit sich Selbst oder anderen Leuten.

©gmutlu  istockphoto.com

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Deshalb werden all diese Dinge mehr oder weniger hingenommen, niemand fühlt sich betroffen genug, um sich wirklich zuständig zu fühlen. Da ändert auch kein Herbeibeten einer anderen Dimension etwas.

Ja, man mault und sucht Schuldige, aber nur wenige sind bereit anzunehmen, dass ihr eigenes Verhalten zum ganzen Desaster beiträgt. Das der Krieg im außen mit dem Krieg im inneren des Menschen zusammenhängt. Nein, wir können uns selbst nicht aus der Gleichung herausnehmen, selbst wenn die Hauptverursacher der Umweltprobleme in der Industrie zu suchen sind. Aber wir sind es, die deren Produkte kaufen. Gäbe es nicht so viele Leute, die beispielsweise Produkte von Monsanto, Nestle, Coca Cola, Proctor & Gamble, Unilever und Co kauft, würden diese nicht so Marktbeherrschend sein und immensen Einfluss genießen.

Natürlich, Schuld sind immer “die anderen” – das strategische Selbst liebt Schuldige, Fingerzeigen und das Drama, aber seinen eigenen Anteil daran, den will es nicht sehen. Es jammert lieber, als Veränderungen einzuleiten und bekanntlich herrscht kein Notstand an Freiwilligen, die gerne mitjammern und über irgendwas oder irgendjemand herziehen. Daran mangelt es nun wirklich nicht, die öffentliche Da-nach-richtende Berichterstattung tut ihr übrigens, um die gesellschaftliche Emotionalisierung mittels Dramatisierungseffekten sicher zu stellen.

Je älter man wird, desto mehr Schmerz und Trauma sich anhäuft, lernt und begreift der Mensch irgendwann – “so geht’s nicht mehr weiter”. Es gibt eine Grenze, wo verdrängter Schmerz nicht mehr tolerierbar ist – und dafür sollten wir dankbar sein. Kaum jemand würde sich für Bewusstsein, geschweige denn für Spiritualität interessieren, wenn es keinen Schmerz und keine “Schattenseiten” in uns gäbe. Zumindest glaub’ ich das nicht, jedenfalls nicht in der jetzigen Phase des menschlichen Bewusstseins.

Wir sind in ein Stadium gekommen, wo wir so knapp vorm Abgrund stehen, das wir eigentlich, wenn nicht eine Art Wunder passiert, nur mehr hinein fallen können. Deswegen halte ich es für sehr Gesund, wenn wir alle kräftig was auf den Kopf bekommen – sozusagen. Unser aller strategisches Selbst lernt nichts, wenn es nicht real weh tut. Erst dann beginnt es nachzudenken.

Die Zukunft ruft ..

Ich schätze, die nächsten 10 – 15 Jahre werden entscheiden, an welcher Weggabel die Menschheit sich scheidet. Und sie wird sich scheiden – wo Bewusstsein ist, wird es mehr Bewusstsein geben und die Welt erhellen. Wo weiterhin Verleugnung, Negativität und Verdrängung herrscht, wird auch das sich verstärken und insgesamt das Bewusstsein und die Welt verdunkeln. Das wird auf alle Fälle spannend ..

Es gibt in diesem Zusammenhang eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die gute – du kannst Transformationsarbeit machen, um dich und deine Welt zu verbessern. Die schlechte Nachricht ist – du musst Transformationsarbeit machen, um dich und deine Welt zu verbessern. ^^

Die Epoche, in der wir grade leben ist ein großartiges Zeitfenster für Transformation. Dieses Zeitfenster wird sich irgendwann wieder schließen und das derzeit noch große Angebot an Helfern, wird nach und nach weniger werden und irgendwann wird die ganze Esoterik wieder ein reines Nischendasein führen. Wir können es uns heute noch nicht vorstellen, aber es gab in der gesamten Geschichte der Menschheit immer wieder solche Zeitfenster, unterstützende Gelegenheiten für Energiearbeit. Sie schlossen sich aber auch immer wieder und die Überbleibsel an Leuten zogen sich zurück in ihre Tempel und Gesellschaften, um im verborgenen weiter zu wirken. Der Großteil der Menschheit widmete sich wieder anderen Dingen und wer die Gelegenheit nicht aktiv nutzte, dessen Bewusstsein schlief wieder ein und wurde in den Sog des anstehenden Zyklus gezogen.

So wird es wieder geschehen, um das zu prognostizieren muss man keine Rakete von Hellseher sein. Die Erfahrung, welcher die Menschheit grade entgegengeht, die sieht meiner Meinung nach, nicht besonders toll aus. Mit der Chip Technologie ist eine “Pandora Box” geöffnet, eine Grenze überschritten worden, die man nicht einfach so schließen, oder rückgängig machen kann. Schon heute sind viele junge Menschen soweit, dass sie an dieser Technik nichts schlechtes erkennen können, bzw. gutheißen und anzunehmen bereit sind. Das Transhumanismus Projekt wird eine globale Rolle einnehmen und viele Menschen werden begeistert einer Hybridisierungstechnologie folgen, wo der Mensch mit maschinellen, technologischen und digitalen “Extensions” verbunden sein wird.

“Die Gefahr der künstlichen Intelligenz liegt nicht darin, dass Maschinen mehr und mehr wie Menschen denken, sondern dass Menschen mehr und mehr wie Maschinen denken”
-Joseph Weizenbaum

https://www.youtube.com/watch?v=F9O5Qi9_KhM

Wozu Transformationsarbeit machen und sich mit seinen Schattenseiten auseinandersetzen, denkt sich das strategische Selbst und wird begeistert alle technische “Hilfe” in Anspruch nehmen, die es in die Lage versetzt weiterzumachen, wie bisher. Um seine inneren Konflikte werden sich Chip Kreisläufe kümmern, die erfolgreich alle unangenehmen Emotionen abblocken. In die Kleidung integrierte Technologie, inklusive winziger Sensoren, Speichermodule und Recheneinheit, unsichtbar für das Auge, wird alle möglichen Anwendungen gestatten. Alterungs – und Krankheitsprozesse werden “optimiert” und Arbeitsprozesse immer mehr reduziert, wo schlussendlich eine menschliche Hülle zum digitalen Krüppel degeneriert und “Mensch sein” eine verblassende Erinnerung wird.

Es fängt so harmlos an, mit dem Versprechen von Arbeitserleichterungen, vielleicht finanzieller Vergütung, wenn man sich als Angestellter der beruflichen Aufforderung gegenübersieht, sich chippen zu lassen, um Kopierer, Türen, undwasweißichnochalles per Chip bedienen zu können. Und da auf dem “Zieleinlauf” Erleichterung des täglichen Lebens steht – und DAS ist ja so was von modern, das darf man nicht bremsen. Oder erst die hilfreiche Anwendung, Kriminelle nicht mehr einzusperren, sondern per Chip zu kontrollieren, echt toll. Und hey, voller Datenschutz wird garantiert – was will man noch mehr?

©Rich Legg  istockphoto.com

©Rich Legg
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Und mit an Bord ist wieder die Angst – die Angst anzuecken,
nicht dazuzugehören,
etwas zu verpassen,
den Job zu verlieren,
als Fortschrittsverweigerer dazustehen,
oder die Angst vor dem Verlust des persönlichen und sozialen Status, etc.
Ich weiß, das klingt alles nicht so lustig und schon gar nicht positiv.
Doch vielleicht wird es für diejenigen, die diese Erfahrung machen wollen, ein Weg sein, wie die Dinge besser werden können. Da hat ja jeder seinen “point of view” – und wenn man dadurch vom emotionalen Stress befreit wird, das wird ein strategisches Selbst gut finden, das zu bequem oder zu ängstlich für aktive Transformation und Integration ist.

Aber wenn man seine Augen aufmacht, dann kann man schon sehen, dass Industrie und Businesswelt längst dabei sind, diese und andere Dinge in die Tat umzusetzen. Die Technisierung unserer Gesellschaft wird zunehmen, und ich bin mir nicht sicher, ob sich diese Hybridisierungsgeschichte noch verhindern lässt. Das kann womöglich nur mehr im Persönlichen verhindert werden, indem man sich über die Gefahren und die Implikationen aufs menschliche Bewusstsein im klaren ist und aktiv “NO WAY” dazu sagt. Denn ich glaube nicht, dass man dies erzwingen wird, Freiwilligkeit wird die Karotte sein, die unter den menschlichen Nasen baumelt.

Bereits heute kann man sich durch ein technisches Gerät – angeblich, sein Energiefeld darstellen und alle belastenden Emotionen scannen und entfernen lassen. Das nennt sich Emotionsscan®, und worüber vollmundig behauptet wird:

“Sämtliche Emotionen wie Wut, Zorn, Angst, Sorge, Trauer, Neid, Gier, Hass, Groll uvm. werden punktgenau erkannt, aus dem Energiekörper entfernt und dem Klienten bewusst gemacht. Mit Hilfe diverser Hilfsmitteln, wie Symbole, Affirmationen und dem Klientenportal, kann der Klient sehr schnell den Umgang mit seinen Emotionen erlernen.”

DAS soll ein Bewusstwerdungsprozess sein? Wirklich? “Brutzel, brutzel, Besen, belastende Emotion bist die längste Zeit gewesen?” Da treibt es mir doch den großen Zeh durch die Socke! Aber typisch für das strategische Selbst, was glaubt trotzdem alles zu kriegen, obwohl es sich emotional distanziert. Dann wären alle anderen ja dämlich, welche sich auf eine Konfrontation mit ihren Schattenseiten und Ängsten einlassen. Ein Energiefeld Scan, inklusive bunten Bildchen dazu ist noch lange kein Bewusstwerdungsprozess.

So was dauert, da wird man durchgehen müssen, wenn es echt und nachhaltig sein soll. Aber das ist natürlich das Problem mit unseren strategischen Verhaltensmustern – die Mehrheit der Leute wollen sich nicht einlassen, und schon gar nicht auf sich selbst. Dem eigenen Scheixx ins Gesicht zu blicken? Soweit kommt’s noch ..

Wer jetzt noch unentschlossen auf dem Zaun sitzt, sollte jedenfalls langsam in die Gänge kommen. Wenn die eigenen Masken und strategischen Vermeidungsmuster nicht angeschaut werden, bleiben sie unbewusst und werden das persönliche Leben erheblich verkomplizieren und erschweren. Man kann sich zwar gerne einreden, man wäre bereits ziemlich bewusst und den Rest würde das Universum für einen machen – aber es bleibt trotzdem eine Illusion.

Transformation und Entwicklung kommt nicht durch die Sonne, Engeln oder Gott, sondern durch persönliche Handlungen. Transformation und Integration erweitert das persönliche Bewusstsein und hebt es an. Dies ermöglicht Bewusstseinswachstum und Wachstum impliziert halt etwas Zeit. Es gibt keine Instantheilung, auch wenn wir dies gerne möchten. Du musst dafür in Kontakt mit deinen Gefühlen und Emotionen kommen und sie verarbeiten. Das ist wie das schälen von Zwiebelschichten. Scheibchen für Scheibchen kommt man dem eigenen Kern näher.

Transformation ist kein Geschenk von außen, das kann man sich nur verdienen, indem man sich seinen Problemen stellt und ist ein Geschenk VON uns FÜR uns. Jeder der uns dies abnehmen würde, bringt uns um die Erfahrung und den Wert der persönlichen Leistung. Was wäre das für ein Gott, der dir deine Bewusstseinsevolution wegnehmen würde? Das wäre doch wie eine Art Betrug ..

Wer Transformationsarbeit macht, seine Schattenseiten und Probleme ansieht, der kommt tiefer in Kontakt mit sich Selbst. Die strategischen Abwehrmaßnahmen und Verhaltensweisen reduzieren sich, weil sie nicht mehr notwendig sind. Das strategische Selbst wird flexibler, es wird in die Lage versetzt mit seinen “höheren Ebenen” zu verschmelzen und zusammenzuarbeiten. Letztendlich wird dies den Tod des strategischen Selbst bedeuten, wenn die höheren Anteile immer weiter herunterkommen und den physischen Körper ausfüllen können. Transformationsarbeit bringt dich in Einklang mit dir Selbst und allen deinen Anteilen.

Es wird langsam Zeit für wirkliche Veränderungen, aber die kannst nur du alleine und für dich Selbst einleiten. Du selbst kannst einen Unterschied in der Welt und in deinem Leben machen. Entweder du kümmerst dich um deine strategischen Abwehrmechanismen, oder sie werden sich um dich kümmern. Also, worauf wartest du noch?

Until next time same station ..

Quellennachweise:

http://www.emotionscan.com/351_Das-System.htm?LNG=de